Ursprünglich war Yoga eine indische Wissenschaft und Lebenseinstellung, aus uralten Zeiten – in der es um die Spiritualisierung des gesamten Lebens ging und um die Persönlichkeitsentwicklung. Im Vordergrund stand schon damals die Gesunderhaltung – aber auch, Seele, Geist und Körper in Harmonie zu bringen. Hinter dem Begriff Yoga verbirgt sich „Vereinigung“ und „Integration“, aber auch das körperliche „Anspannen“, wobei es darum geht, Körper und Seele zu vereinen und mit dem Bewusstsein zu verschmelzen. Die Selbstvervollkommnung ist ein großes Ziel.

Yoga ist sehr körperbetont und arbeitet mit alle Sinnen. Vitalität, Gesundheit, Stärkung des Immunsystems und Selbstvertrauen sind ausgewiesene ‚Nebenwirkungen’. In höchster Konzentration werden hierbei mit viel Liebe zum Detail und Hingabe verschiedene Anwendungen kombiniert:

  • Dehnungen
  • Bewegungsabläufe
  • Ruhende Körperübungen (Asanas), der typische Lotus-Sitz
  • Atemübungen
  • Meditationen
  • Geführte Tiefenentspannungsphasen

Ein zentraler Punkt im Yoga ist der kontrollierte und geführte Atem. Dieser verbindet Körper, Seele und Geist und beeinflusst maßgeblich deren Zusammenspiel. In der Überzeugung seiner Yogini und Yogi (Meister und Lehrer) kann Yoga sowohl die innere Einstellung und eine entspannte Gelassenheit bewirken als auch eine Steigerung der Vitalität und Körperfunktionen.

Die Ursprünge des Yoga

3.500 v. Chr. lassen sich die ältesten heiligen Schriften (Indien) Veden datieren, mit den philosophischen und theoretischen Grundlagen des Yoga. Der ursprünglich rein spirituelle Weg des Yoga wandelte sich im Laufe der Zeit, als die positiven Auswirkungen auf das gesamte Wohlbefinden und den Körper des Menschen realisiert wurden.

Im klassischen Verständnis gab es vier Merksprüche, sogenannte Sutras, und damit vier Yogawege:

  • meditationsorientiert, achtgliedriges Yoga nach Patanjali: Ashtanga Yoga / Raja Yoga
  • erkenntnisorientiert, der Intellekt steht im Zentrum: Jnana Yoga
  • handlungsorientiert, selbstlose Taten sind der Weg: Karma-Yoga
  • religiös, Verehrung von Gott, Liebe und Hingabe: Bhakti Yoga

Beim Yoga der Körperstellen spricht man vom sogenannten Hatha Yoga, dessen Lehren in der Pradipika zusammengefasst sind. Wie schon erwähnt beschreibt Patanjali in seinen Raja Yoga Sutras unter anderem Wege und Techniken zu Selbstdisziplin und positiver Lebenseinstellung, Konzentration und Meditation.

Methoden und praktische Anwendungen des Yoga

Wichtig für Yoga ist Zeit. Deshalb dauert eine typische Yogastunde mindestens 90 Minuten.

  • Zu Beginn steht das Abschalten, Abstand zum Alltag gewinnen. Deshalb ist eine (kurzen) Anfangsentspannung unerlässlich.
  • Um den Körper mit frischem Sauerstoff zu versorgen, das Lungenvolumen zu trainieren und alle Energien zu aktivieren und zu harmonisieren, werden Pranayama angewendet, die Atemübungen.
  • Die anschließenden Asanas (Körperübungen) gipfeln in bestimmten Stellungen, die geführt, bewusst und langsam erreicht und mit tiefer, betonter Atmung wieder aufgelöst werden. Sie wirken intensiv auf energetischer, muskulärer und geistiger Ebene.
  • Eine längere Tiefenentspannung von rund 20 Minuten rundet die Yogastunde ab. Hierbei wird das Immunsystem angeregt und eine Regeneration von Geist und Körper bewirkt. Diese können sowohl geführte Traumreisen als auch kombinierte sanfte Körperübungen in Meditationsanlehnung enthalten.

Ein kostbares Gut: unser Körper, in dem die Seele wohnt

Der Körper im Yoga-Verständnis beherbergt einerseits das göttliche allumfassende Prinzip und ist andererseits das Instrument der Ausdrucksform unserer Existenz in der Welt. Er ist Tempel und Werkzeug zugleich. Um das höchste Ziel zu erreichen, soll die ursprüngliche Einheit der Schöpfung mit dem eigenen Sein wiederhergestellt – und damit die Grenzen des Körperbewußtseins überwunden werden. Unser Körper ist als solcher einzigartig und kostbar, mit dem wir umsichtig umgehen müssen, den wir gesund erhalten und pflegen sollten. Wir sind auf ihn angewiesen.Yoga ist eine wundervolle Möglichkeit, dies umzusetzen und sich selbst in jeder Hinsicht etwas Gutes zu tun. Im Yoga gibt es kein Zwang, keine Hektik und keinen Druck – der Körper weißt einem den Weg, Schmerzen werden sanft umgangen und können langfristig durch die intensiven Übungen eliminiert werden.

Yoga als Therapie

Im Yoga werden alle Sehnen, Muskeln und Bänder kraftvoll und sanft zugleich trainiert. Der Kreislauf wird gestärkt und Yoga funktioniert als wirkungsvolles Gesamtsystem.

Auch wenn es etwas spirituell anmutet, dass die Lebensenergie innerhalb der feinstofflichen Wirbelsäule zu den Energiezentren (Chakren) gelangt, ist es doch unstrittig, dass durch Atemübungen, Dehnungen, Bewegungsabläufe und bestimmte immer wieder korrigierte Körperhaltungen nachweislich positive Auswirkungen auf den Körper erzielt werden können. Eine erhöhte Flexibilität, Stärkung wichtiger Haltemuskulatur, Verringerung von Beschwerden der „Alltagskrankheiten“, Verminderung von Haltungsschäden und ein gestärktes Immunsystem sind nur einige Aspekte.

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