CMD – Craniomandibuläre Dysfunktion

Kraniomandibuläre Dysfunktion (Craniomandibuläre Dysfunktion, CMD) ist der Überbegriff für strukturelle, funktionelle, biochemische und psychische Fehlregulationen der Muskel- oder Gelenkfunktion eines oder beider Kiefergelenke.

Auftretende Probleme bei einer craniomandibulären Dysfunktion

Eine Fehlregulation des Kiefergelenks und seiner umliegenden Strukturen führt in der Regel zu unangenehmen Schmerzen und häufig zu alltäglichen auftretenden Problemen.

Die Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und Therapie definiert CMD als Sammelbegriff für eine Reihe klinischer Symptome der Kaumuskulatur und/oder des Kiefergelenks sowie der dazugehörenden Strukturen im Mund, dem Kopfbereich und dem Hals.

Lokalisation der Schmerzen bei CMD

Die Fehlregulation des Kiefers verursacht Schmerzen in verschieden Bereichen des Körpers. Patienten mit CMD leiden am häufigsten unter:

 

  • Schmerzen in der Kaumuskulatur (myofaszialer Schmerz)
  • Verlagerung der Knorpelscheibe im Kiefergelenk
  • entzündlichen oder degenerativen Veränderungen der Kiefergelenkspartner (Arthralgie, Arthritis und Arthrose)

Ursachen der craniomandibulären Dysfunktion

Durch die Zunahme von Stress und Belastung im Job und im Privatleben neigen Menschen dazu, ihren Kiefer falsch und auf Dauer schädlich zu bewegen. Gestresste Menschen pressen ihre Kiefer fest aufeinander – vor allem in angespannten Situationen. Dieses Aneinanderpressen von Ober- und Unterkiefer schädigt nicht nur die Zähne an sich, sondern auch das Kiefergelenk und die umliegende Muskulatur.

Der starke Druck, den die Kiefermuskeln ausüben können, führt auf Dauer dazu, dass der Gelenkknorpel geschädigt wird. Außerdem verkrampfen die Muskeln bei immer gleichbleibender Belastung. Sie sind in der Lage die Position des Kiefergelenks zu verändern, sodass die Kieferknochen nicht mehr adäquat auf einander sitzt.

Durch dieses Verhalten wird sukzessive eine schädigende Fehlhaltung des Kiefers verursacht. Gelenkknorpel, Knorpelscheibe und die Muskulatur leiden ebenso darunter.

Hören Sie auf Ihren Körper

Sind erst einmal irreparable Schäden entstanden, ist die Behandlung von CMD andauernd. Deswegen gilt es, den Kreislauf vorher zu durchbrechen und bereits zu reagieren, wenn sich kleinste Anzeichen von CMD bemerkbar machen:

Gängige Symptome sind:

  • Kauschmerzen
  • Knacken und/oder Knirschen der Zähne bzw. des Kiefers
  • Tinnitus
  • Schwindel
  • Ohrenschmerzen
  • starke und anhaltende Kopfschmerzen
  • eingeschränkte Beweglichkeit des Halses

Behandlung von CMD

Um eine craniomandibulären Dysfunktion erfolgreich zu behandeln, ist eine schonende Vorgehensweise unumgänglich. Entscheidend ist zudem die Schwere der Dysfunktion. Deshalb zeigen wir Ihnen hier nur Möglichkeiten auf. Die tatsächliche Behandlung wird immer individuell auf den Patienten abgestimmt!

  1. Dehn- und Entspannungsübungen für den Kiefer
  2. Stress-Briefing, um zu verhindern, dass die Kiefer fortlaufen unter Druck aneinander gepresst werden/li>
  3. Wärme- und/oder Kälteanwendungen
  4. Manuelle Physiotherapie, um Verspannungen in Muskeln und Gelenken zu beheben oder zu reduzieren
  5. Bissschienen bei zahnärztlicher Behandlung
  6. je nach Schwere kieferorthopädische oder chirurgische Eingriffe